Beratungsdienst für Schulfragen

im aktuellen Schuljahr 2018/19 sind Jürg Freudiger, Silvia Donzé und Thomas Derrer als Beratungsteam unterwegs, um Ihnen bei Fragen rund um den Schulalltag zur Seite zu stehen. Alle drei helfen sowohl in persönlichen als auch in fachlichen, juristischen und gewerkschaftlichen Fragen, die in direktem Zusammenhang stehen mit Ihrer Anstellung als Lehrkraft an einer öffentlichen oder privaten Sekundarschule, an einem 10. Schuljahr oder an einer Berufswahlschule.

Das Beratungsreglement gibt Auskunft über Zweck, Organisation und Umfang der Beratung, 

Die erste telefonische Kurzberatung und weitere Beratungen im Umfang von fünf Stunden durch das Beratungsteam sind für die ordentlichen Mitglieder gratis.

Themenbereiche der Beratungen

Unsere Beratungen enthalten folgende Leistungen

  • Kündigungen allgemein

  • Krankheit / Urlaub / beeinträchtigte Arbeitsfähigkeit

  • Fragen zu MAB

  • Konflikt mit Schulleitung

  • Konflikt mit Schulpflege

  • Arbeitsrecht an Schulen

  • Einstufung Lohn

  • Anzeichen von Burnout

Aus dem Tätigkeitsbericht des SekZH-Beratungsteams (Schuljahr 2018/19):

Im vergangenen Jahr haben sich 62 Ratsuchende entweder telefonisch oder per Mail an uns gewandt.

Zahlreiche Anfragen betrafen den nBA, wobei sich die Anfangsschwierigkeiten in diesem Bereich zu lösen beginnen.

Wiederkehrende Themen betreffen MABs, welche von den Lehrpersonen als ungerecht empfunden wurden und in zwei Fällen zu einem Burnout führten. Mit Hilfe von einem Case Management durch das VSA war es möglich, akzeptable Lösungen zu finden und den Betroffenen zu einer Weiterbeschäftigung zu verhelfen.

Einzelne Ratsuchende wurden von uns zu Aussprachen mit der Schulleitung und mit der Schulpflege begleitet. Schwierig wurde es, wenn Formfehler der Schulleitung nicht als solche erkannt wurden und die Schulpflege die Lehrperson nicht unterstützte.

Einzelne suchten Rat bei Teilkündigung nach Ablauf der Kündigungsfrist, bei belastenden privaten Situationen, für Renteneintritt oder für Rechtsbeistand bei Elterngesprächen. Mehrere Fragen bestehen offenbar im Zusammenhang mit Schwangerschaft, Urlaub und Wiedereinstieg.Die Selbstverständlichkeit und Weitsicht, dass Mutterschaft und Beruf in der heutigen Zeit aus rein wirtwirtschaftlichen Gründen für die Familie vereinbar sein muss, ist noch nicht überallangekommen.

Auch das Thema Klassenlager, Durchführungspflicht und Art der Begleitung bei reduziertem Pensum wurde mehrmals bearbeitet.

Zu erwähnen ist, dass der Spielraum der einzelnen Behörden unterschiedlich ausgenutzt wird und von der jeweiligen kommunalen Verordnung abhängt. Deshalb ist eine abschliessende Beurteilung und Auskunft mit klaren und „rechtsverbindlichen“Fakten durch uns Beratende manchmal nicht immer möglich.

Leider sind auch Fragen zur sofortigen Kündigungsmöglichkeit eingegangen. Dies zeigt, wie hoch der Druck manchmal erscheint und wie schwierig es offenbar an vielen Schulen nach wie vor ist, einen Diskurs mit Vorgesetzten zu führen, der auf Verständnis und Wertschätzung basiert. Wenn eine Schulleitung Eltern- und Schülerfeedbacks in MAG und MAB-Beurteilung einfließen oder für eine Lehrperson vor versammelter Elternschaft nicht einsteht, wirft dies Fragen zur Führungs- und Kommunikationskompetenz auf.

Es wäre manchmal zu wünschen, dass Schulleitende mit unterschiedlichen Auffassungen erfahrener Lehrpersonen offen und konstruktiv umgehen.

Neu war, dass Eltern einzelne Lehrpersonen beschuldigt und sogar eine Strafuntersuchung eingeleitet haben. Die Ermächtigung zur Strafverfolgung wurde vom Gericht in allen Fällen abgewiesen und hat somit zu keinen rechtlichen Konsequenzen geführt. Solche Vorfälle verursachen dem gesamten Umfeld jedoch unnötig viel Stress.Es ist insgesamt erfreulich, festzustellen, dass unser Angebot rege genutzt und geschätzt wird.

 Innerhalb des Beratungsteams arbeiten wir gut und unkompliziert zusammen und achten darauf, dass wir mittels regelmässigerTreffen unser Fachwissen erweitern. Wir sind bemüht, auf die Anfragen so rasch wie möglich zu reagieren. Zögern Sie also auch im neuen Schuljahr nicht, uns zu kontaktieren. Wir freuen uns auf Ihre Anfragen.